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Informationen zum Thema

Reichsbulle von Nāscor

Reichsbulle

Präambel

Dies Reich ist heilig! Aus den Trümmern des „Ewigen Krieges“ erhob sich dies Heilig Reich. Die reinen Blutes und reinen Herzens sammelten sich unter dem Banner der Könige von Nāscor. Nach Jahren des Mordens und nach Jahren des Sterbens bezwang König Ottenrich das Dunkel dieser Welt. Und so begab es sich, dass die Stände des Reiches den Fürsten von Arosta zum König krönten -- zum I. König von Nāscor. Dies Heilige Reich ward geboren. Seine Majestät König Harmud I. stehe dem Reiche vor. Auf dass die königliche Blutlinie die Zeiten überdauern und das Geschlecht der Familie Jahrbar über das Reich wachen möge!

Seine Majestät der König gewährt dem Reich von Nāscor, als Zeichen seiner Gnade und seiner Güte, diese Ewige Reichsbulle.

I. Von den Reichslanden

Art. 1 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass folgenden Gemarkungen die Gnade gewährt wird, sich unter dem Banner der Krone zu einen: Arosta, Lorgen, Mathringen, Weissenfluh, Gorthan und Tauffenburg. Kein Berg, kein Feld und kein Fluss der nicht Teil der Reichslande ist. Die umliegenden Eilande sind Teil des Reiches.

Art. 2 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass es keiner Reichsmark gestattet sei, den heiligen Bund mit der Krone zu brechen. Ein jeder wird den Tod finden, der es wagt, dies Reich zu spalten.

Art. 3 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass Kronstadtvon diesem Tage an und bis in alle Zeiten hin das Haupt des Reiches sei.

Art. 4 Seine Majestät der König befindet für Recht, in Kronstadt zu residieren. Der von seinen Gnaden einberufene ständige Kronrat tagt zu Kronstadt Die vom Kronrate gewählten Reichsoberen tagen, wo es dem Rate beliebt.

II. Von den Reichsständen

Art. 5 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass die Stände des Adels, des Klerus und der Bürger auf ewig die Grundfesten des Reiches seien. Von diesen Ständen ward das Reich errichtet worden und von diesen Ständen möge es bis in alle Ewigkeit getragen werden.

Art. 6 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass einem jedem Wesen, gleich welchen Standes und welcher Rasse, fortan der Status eines Reichsbürgers zugestanden sei; so es sich in den Reichsmarken niederlässt. Der Reichsbürger habe gegenüber der Krone zu erklären, welchen Standes er sei.

Art. 7 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass einem jeden Reichsbürger Einlass in die Hallen des Kronrates zu gewähren sei. Auf dass ein jeder seinen rechtmäßigen Platz unter den Vertretern der Reichsstände einnehme.

III. Von den Reichsgewalten

Art. 8 Seine Majestät der König gewährt seinem Reich die Gnade, einen ständigen Kronrat einzuberufen. Auf dass die Reichsstände seiner Majestät die Aufwartung machen und im Namen der Krone herrschen mögen.

Seine Majestät der König befindet für Recht, dass dem Kornrat die Reichsoberen zur Seite gestellt werden. Es sei deren heilige Pflicht, dem Kronrate bei der Erfüllung seiner Aufgaben beizustehen.

Art. 9 Die Kronräte, sowie die Reichsoberen sind uneingeschränkt und ohne jeden Vorbehalt an die Reichsbulle, an die Gesetze des Kronrates, sowie an die Erlasse seiner Majestät gebunden.

Seine Majestät der König befindet für Recht, dass dem Kronrate und den Reichsoberen der Schutz und die Verteidigung des Reiches anvertraut werden. Es sei die heilige Pflicht aller, die Einheit des Reiches zu wahren und jenen Einhalt zu gebieten, die es wagen, die Krone herauszufordern. Sollten aber die Kronräte, die Reichsoberen oder andere Diener der Krone selbst mit den heiligen Pflichten dieser Reichsbulle brechen, möge man sie mit der gleichen Strenge richten wie die Niederen.

Art. 10 - Vom Kronrat

§ 1 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass ein ständiger Kronrat ihn in seinen Entscheidungen unterstütze und im Rahmen der Reichsbulle über das Reich herrsche. Kein Sterblicher solle es wagen, die Herrschaft des Königs und des Rates in Frage zu stellen oder gar an ihrer statt über das Reich oder einzelne seiner Marken zu herrschen. Allein seiner Majestät dem König gebührt das Recht, dem Kronrate zu diktieren -- und dies auch nur, soweit es die Reichsbulle ihm gestatte.

§ 2 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass es dem Kronrate freistehe, die Angelegenheiten des Reiches und seiner Bürger durch Gesetze zu regeln. Ein jedes Reichsgesetz habe im Namen der Krone und im Namen des Rates zu ergehen.

§ 3 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass der Kronrat durch Wahlen und Abstimmungen entscheidet. Einem jeden Kronrat – gleich welchen Standes, gleich welcher Rasse – stehe es frei, bei diesen Wahlen und Abstimmungen seine Stimme zu erheben, sofern er seinen Nutzen für das Reich vor dem Kronrat bereits in Ansätzen unter Beweis gestellt und schon ein paar Erfahrungen im Rat gesammelt hat. (100 Punkte erreicht).

Art. 11 -- Von den Reichsoberen

§ 1 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass der Reichskanzler, der Reichsmarschall, der Reichsgesandte sowie der Reichskammerherr und der Kronrichter gemeinsam die Reichsoberen bilden.

Es stehe den Reichsoberen frei, getreue Vasallen zu berufen, sofern der Kronrat ihnen diese Gnade gewähren sollte. Die Vasallen haben ihren Herren bei der Erfüllung ihrer Pflichten getreu zu dienen. Sie sind ihren Herren, dem Kronrate und seiner Majestät selbst voll verantwortlich.

§ 2 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass der Kronrat aus seinen Reihen die Reichsoberen zu wählen habe. Einem jeden Kronrat -- gleich welchen Standes, gleich welcher Rasse -- stehe es frei, bei diesen Wahlen seine Stimme zu erheben. Den Reichsoberen stehe es frei, sich nach Ablauf ihrer Amtszeit erneut um dieses oder jenes Amt zu bemühen. Es sei jedoch auf alle Zeiten hin untersagt, dass ein Einzelner mehrere Ämter der Reichsoberen gleichzeitig ausfüllt. Sollten sich keine Reichsbürger reinen Herzen finden, welche ein Amt der Reichsoberen ausfüllen, so fällt der entsprechende Machtbereich für die folgende Amtszeit dem Kronrate selbst zu. Einzig dem König gebührt das Recht, in einer solchen Situation den betroffenen Machtbereich an sich zu ziehen. Oder einen Getreuen der Krone mit der Erfüllung der betroffenen Aufgaben zu betrauen.

Die Amtszeit der Reichsoberen sei auf 1 Jahr und 3 Monde begrenzt. Die Wahlen haben so zu erfolgen, dass der Nachfolger am fünfzehnten Vollmond das Amte und die Würden seines Vorgängers übernehmen kann. Bei Einberufung des Kronrates befiehlt seine Majestät der König folgende Ausnahme: Alle Reichsoberen werden im vierten Mond nach Einberufung des Kronrates gleichzeitig gewählt. Die erste Amtszeit des Reichskanzlers sei dabei auf 7 Monde begrenzt. Die erste Amtszeit des Kronrichters sei dabei auf 10 Monde begrenzt. Die erste Amtszeit des Reichsmarschalls sei dabei auf 13 Monde begrenzt. Die erste Amtszeit des Reichsgesandten sei dabei auf 16 Monde verlängert. Die erste Amtszeit des Reichskammerherrn sei dabei auf 19 Monde verlängert. Diese Ausnahme gilt nur für die erste Wahl nach Einberufung des Kronrates und tritt dann außer Kraft. Dieser Absatz ist nach Ablauf der ersten Amtszeiten aus der Reichsbulle zu tilgen.

§ 3 Seine Majestät der König befindet für Recht, dass es dem Kronrate freistehe, über die Reichsoberen -- vor Ablauf deren Amtszeit -- die Reichsacht zu verhängen. So der Kronrat dies tue, ende die Amtzeit des Sünders augenblicklich mit Verhängung der Acht. Auf dass er in Demut seiner Verfehlungen gegen die Krone gedenken und Besserung geloben mögen.

Einem jeden Kronrat stehe das Recht zu, einen Antrag auf Verhängung der Reichsacht vor dem Kronrat einzubringen. Der Kronrat entscheide über einen solchen Antrag mit der Mehrheit seiner anwesenden Räte. Der Antrag sei jedoch nur statthaft, wenn dem Kronrate zugleich ein Nachfolger reinen Herzens vorgeschlagen werde.

§ 4 -- Vom Reichskanzler Seine Majestät der König befindet für Recht, dass allein dem Kanzler die Marken des Reiches als Lehn anvertraut werden. Möge der Kanzler die Reichslande mit Weitsicht und Güte führen. Der Kanzler habe sich mit allen inneren Angelegenheiten der Reichsmarken zu befassen und den anderen Reichsoberen mit seinem Rat zur Seite zu stehen. Seine Majestät vertraut der Weisheit des Kanzlers und ernennt diesen hiermit zum höchsten Getreuen der Krone. Doch endet die Macht des Kanzlers, wo die Macht des Kronrates oder aber die Macht der anderen Reichsoberen beginnt.

Seine Majestät ist sich bewusst, dass die Stände seit jeher um die Lehngunst des Königs buhlen. Und so sei es einem jeden Stand gewährt, dem Kronrate geeignete Bewerber für das Amt des Kanzlers zu benennen. Seine Majestät duldet in dieser Frage keine Standesschranken.

§ 5 -- Vom Reichsmarschall Seine Majestät der König befindet für Recht, dass allein der Marschall das Banner der Krone führt. Nur auf seinen Befehl hin, haben sich die Getreuen des Königs zur Heerschau einzufinden. Allein dem Marschall obliegt der Gang zu den Waffen. Er führe den Befehl über einen jeden Waffenträger. Davon seien auch die Stadtwachen und die Palastwachen nicht ausgenommen.

Seine Majestät ist sich bewusst, dass die Felder Nāscors mit dem Blute seiner Bürger und seiner Pfaffen durchtränkt sind. Floss das Blut der Bürger im Namen weltlicher Fürsten, so floss das Blut der Pfaffen im Namen des Herrn. Jenen beiden Ständen, deren Aderlass die Krönung seiner Majestät erst ermöglicht haben, sei daher das Privileg zugestanden, Bewerber für das Amt des Marschalls zu benennen. Der Adel sei von dieser Pflicht befreit. Doch gelte diese Standesschranke nicht, wenn die Bürger oder aber der Klerus auf einen eigenen Bewerber verzichten. In diesem Falle kann auch ein jeder Adlige sich für dieses Amt bewerben.

§ 6 -- Vom Reichsgesandten Seine Majestät der König befindet für Recht, dass allein der Reichsgesandte im Namen des Reiches mit fremden Herrschern und Würdenträgern Verhandlungen führen darf. Er spricht für das Reich, wo alle anderen in Demut zu schweigen haben. Es sei an ihm, Bündnisse zu schmieden und äußere Gefahren durch Geduld und Weitsicht abzuwenden.

Seine Majestät ist sich bewusst, dass seit jeher der Adel das Privileg der Repräsentation für sich in Anspruch genommen hat. Doch haben auch die Bürger durch den Handel einiges Geschick auf diesem Gebiet erworben. Diesen beiden Ständen sei daher das Recht zugestanden, eigene Bewerber für dieses Amt zu benennen. Der Klerus habe indes die Bindung zu Gott zu pflegen. Die Bindung zu weltlichen Herrschern überlasse er den anderen Ständen. Doch gelte diese Standesschranke nicht, wenn der Adel oder aber die Bürger auf einen eigenen Bewerber verzichten. In diesem Falle kann auch ein jeder Pfaffe sich für dieses Amt bewerben.

§ 7 -- Vom KammerherReichskammerherr Seine Majestät der König befindet für Recht, dass der Reichskammerherr -- als engster Vertrauter seiner Majestät -- den Hofstaat führt. Ferner sei ihm die Gesundheit und das Wohlergehen aller Reichsbürger anvertraut. Er habe sich im Namen der Krone auch der Schwachen, der Niederen und der Gedungenen anzunehmen. Er habe sich um die Stände zu bemühen und zwischen ihnen zu vermitteln. Ihm vertraut seine Majestät die Leitung des Kronrates an. Er berufe die Sitzungen des Rates ein; er leite und schließe sie. Er habe für Ordnung und Ruhe während der Sitzungen zu sorgen. Er übe das Haus- und Schlüsselrecht im Namen der Krone aus. Er sei seiner Majestät auch für die Führung der Reichschroniken verantwortlich. Er führe die Chroniken mit Geduld und Fleiß. Er sammle und schreibe all jene Begebenheiten nieder, welche für die Krone und das Reich von Bedeutung sind. In der Regel habe der Reichskammerherr aller vier Monde eine Ergänzung der Reichschronik seiner Majestät und dem Rate zu übergeben.

Seine Majestät ist sich bewusst, dass eine Aufgabe solcher Wichtigkeit nicht einem einzelnen Stande anvertraut werden darf. Darum seien alle Stände berufen, geeignete Bewerber für dieses Amt zu benennen. Seine Majestät duldet in dieser Frage keine Standesschranken.

§ 8 -- Vom Kronrichter Seine Majestät der König befindet für Recht, dass allein der Oberste Richter im Namen der Krone und des Rates Recht spricht. Kein anderer solle es wagen, sich dies anzumaßen. Der Oberste Richter habe in allen Rechtsstreiten zu entscheiden. Er fälle sein Urteil stets mit Bedacht und Maß. Doch sei er mehr denn nur der Oberste Richter. Er sei auch der Oberste Rechtsgelehrte. Im Rahmen von Gesetzesdebatten habe er seinen rechtlichen Rat anzubieten. Möge er dem Kronrat und den anderen Reichsoberen helfen, so manch rechtliches Problem zu lösen. Doch habe er sich davor zu hüten, Partei zu ergreifen. Sein Rat habe neutral und sachlich zu sein. Er habe sich auf rechtliche Fragestellungen zu beschränken. Es sei nicht an ihm, Sinn und Zweck eines Gesetzes zu tadeln oder zu loben.

Seine Majestät ist sich bewusst, dass seit Anbeginn der Zeit sowohl der Adel als auch der Klerus Recht gesprochen haben. Diesen beiden Ständen sei daher zugestanden, eigene Bewerber für dieses Amt zu benennen. Die Bürger, welche den Winkeladvokaten stets mit einigem Argwohn gegenüberstanden, seien von dieser Bürde befreit. Doch gelte diese Standesschranke nicht, wenn der Adel oder aber der Klerus auf einen eigenen Bewerber verzichten. In diesem Falle kann auch ein jeder Bürger sich für dieses Amt bewerben.

IV. Schlussbestimmungen

Art. 12 Die Reichsbulle kann nur durch einen Antrag vor dem Kronrat abgeändert werden. Der Kronrat entscheidet über einen solchen Antrag mit einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden Räte. Der Antrag muss mit dem Titel „Änderung der Reichsbulle“ überschrieben sein. Der Antrag muss den genauen Artikel und gegebenenfalls den genauen Paragraphen benennen, welcher eingeführt oder aber geändert werden soll. Der Antrag muss den genauen Wortlaut der Änderungen wiedergeben. Genügt der Antrag diesen Erfordernissen nicht, so ist dieser Antrag für alle Zeiten gegenstandslos. Wird der Antrag angenommen, so bedarf dieser der Billigung seiner Majestät, bevor die Änderung in Kraft treten kann. Allein der König entscheidet über die Gültigkeit von Änderungen der Reichsbulle.

Ein jeder Kronrat kann vor dem Kronrichter den Antrag auf Überprüfung einer Änderung der Reichsbulle stellen. Selbes gilt für die Überprüfung der Vereinbarkeit eines Gesetzes mit der Reichsbulle.

Dem Kronrichter stehe auf Antrag das Recht zu, eine widrige Änderung der Reichsbulle oder aber ein Gesetz, welches der Reichbulle zuwiderläuft, zu verwerfen. Er entscheide hierüber nur auf Antrag. Der Oberste Richter selbst, der Kammerherr und der König können diesen Antrag nicht stellen.

Hat der Kronrichter eine Änderung der Reichsbulle oder ein Gesetz verworfen, so stehe es dem Reichsammerherrn frei, bei dem König vorzusprechen und diesen um die Bestätigung desselben zu ersuchen. Doch mag der König nur auf Antrag des Kammerherrn über diese Frage befinden.

Das Wort des König ist Gesetz. Verwirft seine Majestät eine Änderung oder ein Gesetz, so ist es verworfen. Bestätigt seine Majestät eine Änderung oder ein Gesetz, so ist es in Kraft. In Zeiten höchster Not mag der König über Änderungen der Reichsbulle oder über die Vereinbarkeit von Gesetzen mit der Reichsbulle auch ohne Antrag entscheiden.

Wer diese Reichsbulle missachtet, begeht Verrat am Reich.

Lang lebe der König!

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