Eure Majestäten, Räte
Vor einigen Tagen zeigte der Marschall des Reiches dem hohen Hause auf mit welchen Kosten König Rat und Reich zu rechnen haben bei Aushebung einer neuen vollständig zentralisierten Legia. Einige Räte wiesen daraufhin welchen Eindruck diese Aushebungen bei unseren Nachbarn machen könnten.
Wir machen um die Stärke unserer Grenzbastionen keinen Hehl. Unsere Nachbarn wissen das deren Einnahme nicht im Handstreich gelingen wird. Die Männer die dort ihren Dienst versehen sind erfahrene Veteranen. Einige Offiziere sind durch die harte Schule der nun mehr rund 20 Jahre zurückliegenden Expedition in die wilden Lande gegangen. Wir erinnern uns jenem unseeligen Feldzug der unserem König nicht nur seinen Sohn kostete sondern auch die Blüte des nascorischen Adels. Unter den Folgen leiden wir noch heute! Der König beschloß in seiner Weisheit nun alles zu tun dem Reich den Frieden zu sichern. Dazu wurden schon erwähnte 14 Festungen errichtet an strategischen Punkten der Grenzen des Reiches. Diese Bastionen mit ihren Mauern und Türmen signalisieren jedem Angreifer: Hier kommt keiner durch! Sie sagen aber auch : Wir wollen hier gar nicht raus, wir wissen was wir haben und wir wissen es zu verteidigen! Die schon durch den König geschaffene Dezentralisierung der drei Legias verstärkt diese Botschaft.
Und sie wird seit Jahrzehnten von allen Nachbarn verstanden und hat eine ebenso lange Epoche des Friedens und der Stabilität gebracht. Nun sollen ständig einsatzbereite Sturmtruppen geschaffen werden. 300 Berittene, angedacht aus dem Adelsstand, und wie gesagt wurde um Ehre und Ruhm zu gewinnen. Diese gewinnt man aber wohl am nachhaltigsten im Kampf.... und nicht wenn man irgendwo Händler kontrolliert oder Banditen jagt.. und ob es im Kampf gegen tumbe Trolle und Orks Ehre zu gewinnen gibt ....
Berechtigterweise werden unsere Nachbarn fragen was es mit dieser Legia auf sich hat und der Reichsmarschall dankt den Göttern das er dann nicht in der Haut der Diplomaten steckt die dies erklären müssen. Und selbst wenn sie eine vorzügliche Begründung vortragen, werden Kaleer und Arcion ebenfalls entsprechende Maßnahmen treffen. Erste Reaktionen des Auslands werden wir sicher schon auf dem avisierten Besuch aus Narevien erfahren, auch ihnen dürften die Bestrebungen eines Teils der Räte nach militärischer Aufrüstung nicht entgangen sein .
Wenn der Rat schon Gold in die Hand nehmen will, dann empfiehlt der Stab dies zu nutzen für den weiteren Ausbau der Grenzsicherungen. Errichten wir weitere Festungen an den Grenzen besonders an den von Rat Nuaroth Kuyanhrim ausgemachten neuralgischen Punkten am Gebirge. Verbessert mit den Mitteln das Wegenetz des Reiches. Gute Strassen bedeuten eine höhere Marschgeschwindigkeit! Möge der Rat mit diesem Gold die Fährverbindungen auf dem Schwarzsee ausbauen. Besser eventuell notwendige Aufgebote könne über den Schwarzsee fahren und gut anlanden als drum herum laufen!!
Es gab auch einige sicher gut gemeinte Vorschläge hinsichtlich der Disziplinierung der stehenden Truppe. Nun diese weiß sehr wohl das ihre Gesundheit erheblichen Schaden nehmen kann sollten sie ihrer Pflicht nicht nachkommen. Andererseits, was ist von einem Kämpfer zu erwarten der nur die Wahl hat zwischen dem Schwert des Feindes und dem des eigenen Offiziers.
Abschließend möchte der Stab freundlich daran erinnern das einige Lehensträger des Reiches noch immer nicht ihrer Pflicht nachgekommen sind den schon vor Zeiten gewünschten Bericht vorzulegen. Die Langmut des Reichsmarschalls hat Grenzen und endet am ablaufenden Mond. Danach werden König Kanzler und Rat sicher pflichtbewusstere Lehensträger einzusetzen wissen. Auch möge der Kanzler in Bälde geeignete Maßnahmen ergreifen den vom Rat beschlossenen Zenus in die Tat umzusetzen.
In der festen Überzeugung König und Reich gedient zu haben.
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