Geschätzte Anwesende,
leider ist die heutige Ansprache keine, die ich gerne halte. Es gilt ein Urteil zu sprechen über Mister Oliver Cromwell. Mister Cromwell wurde angeklagt wegen Verrats am Reich und an der Krone. Strafantrag wurde vom höchst ehrenwerten Mitglied des Kronrates, Sir Jeremy Beaumont, gestellt.
Mister Cromwell wird vorgeworfen, er habe eigenmächtig versucht Seine Majestät, König Harmud, zu entmachten und eine Parallelregierung zu gründen. Als Beweise der Anklage wurden vorgelegt die Abschriften der letzten beiden Ansprachen von Mister Cromwell.
Beweis A: Die Abschrift der Ansprache "Die Ausrufung der Republik Nascor": http://www.kronrat.de/Meldung/ausrufung-der-republik-nascor
In dieser Ansprache versuchte Mister Cromwell König Harmud als Staatsoberhaupt abzusetzen und erklärte sich selbst zum neuen Regierungschef. Darüber hinaus hat Mister Cromwell die Reichsbulle für ungültig erklärt. Dies ist als klarer Verstoß gegen die Schlußbestimmung der Reichsbulle "Wer diese Reichsbulle missachtet, begeht Verrat am Reich." vorgelegt worden.
Beweis B: Die Abschrift der Ansprache "Erste Tagung der Volksversammlung": http://www.kronrat.de/Meldung/erste-tagung-der-volksversammlung
In dieser Ansprache versucht Mister Cromwell erste Regelungen einer neuen Verfassung einzuführen.
Mister Cromwell wurde angeboten sich zu verteidigen. Allerdings hat Mister Cromwell dieses Angebot abgelehnt, mit den Worten: "Eine Verteidigungsrede? Vor welchem Gericht? Ich fühle mich alleine der Volksversammlung der Republik Nascor verplichtet. Alleine sie kann mich richten. Es wird keine Verteidigungsrede vor einem Gericht geben, das von Verbrechern geführt wird."
Das Urteil, zu dem ich kam, ist das folgende: Mister Oliver Cromwell wird wegen Hochverrates zur einzigen Strafe verurteilt, die dieses Verbrechen zuläßt, den Tod!
Zur Urteilsbegründung ist folgendes zu sagen: Ich sehe es als erwiesen an, dass Mister Cromwell versuchte seine Majestät, König Harmud, zu entmachten. Ferner sehe ich es als erwiesen an, dass Mister Cromwell versucht hat eine Parallelregierung zu gründen. Auch sehe ich es als erwiesen an, dass Mister Cromwell mit seinem Verhalten das Reich schädigte und seinen Eid auf die Reichsbulle brach, den jeder Kronrat bei der Aufnahme in den Kronrat leistet. Ich sehe keine mildernden Umstände und auch keine Gründe, die an der Schuld des Angeklagten Zweifel wecken könnten. Keine EInlassung des Angeklagten hätte den Verdacht, er habe Hochverrat begangen, tilgen können.
Das Urteil ist NICHT rechtskräftig. Gemäß dem ersten Edikt zum Strafrecht muß jedes Todesurteil von seiner Majestät, König Harmud, oder dem Prinzen von Arosta, Prinz Soltan, bestätigt werden.
Seine Majestät ist von mir über das Urteil informiert worden. So König Harmud die Beweislage als eindeutig und das Urteil als gerecht empfindet, wird er das Todesurteil bestätigen. Sollte Prinz Soltan, den ich nicht behelligt habe, da ich bei einer so ernsten Entscheidung sofort die höchste Instanz anrufen wollte, dieses Urteil zuvor bestätigen, ist die Rechtskräftigkeit ebenso gegeben und der königliche Scharfrichter kann seiner Arbeit nachkommen.
Gehabt Euch wohl.
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