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Dies ist die Antwort auf den Beitrag: Von der Struktur des Heeres


In gewohnter Weise schreitet der Lord von Corleone mit stolzgeschwellter Brust hinter das Rednerpult. Wieder trägt er seine glänzende Paraderüstung, die von einem Umhang bedeckt wird. Den Großhelm mit dem Löwenmännchen trägt er unter dem Arm.

Königliche Hoheit, werter Prinz, werte Ratsmitglieder,

ich will heute ein paar Worte zu unseren Legionen verlieren. Eine Legion scheint derzeit über 800 Mann zu verfügen. 800 Mann!? Verfügt das Reich denn über Hilfstruppen zusätzlich zu den Legionen? Oder sind in diesen 800 Mann etwa die schwere Infanterie und auch die Kavallerie erfasst? Sind in diesen 800 Mann Bogenschützen und Schleuderer sowie die Zuarbeiter für die Geschütze inbegriffen? Anscheinend schon ...

Der Reichsmarschall berichtet uns von der "Legia Manor", der "Legia Magna" und der "Legia Primavera", zusätzlich soll es noch eine unbestimmte Menge an Soldaten geben, die dem Feldmarschall im Osten gesondert zur Verfügung stehen soll. Natürlich sollte man auch nicht die zusätzlichen Soldaten und Ritter des gesamten Adels außer Acht lassen, wenn man die Wehrfähigkeit des Reiches bestimmen will, aber darauf möchte ich vorerst nicht zu sprechen kommen, denn das hat der Reichsmarschall ja auch noch nicht getan.

Überschlagen wir also mal kurz, 3 Legionen a 800 Mann plus schätzungsweise 396 Mann für die Ostgrenze, wovon 352 auf Infanteristen und 44 auf Kavalleristen entfallen, so zumindest nach der Order des Reichsmarschalls, ergibt 2796 Mann im Dienste des königlichen Heeres!

2796 Mann!? Die Bedenken zu stehenden Heeren mögen ja schön und gut sein, aber der Reichsmarschall gedenkt ernsthaft, das Reich mit lediglich 2796 Mann, die über das gesamte Reich verteilt sind und in kleinen Truppenverbänden Verteidigungsaufgaben übernehmen, gegen Feinde von Außen und Innen verteidigen zu können? Er will geschätzte 650.000 Wesen mit 2796 Mann zu Recht und Ordnung führen, ihnen gleichzeitig Schutz und Sicherheit bieten und noch Angriffe gegen die Orks und Trolle führen!?

Nun, ich hoffe diese Zahlen verlassen nie diesen Ratssaal, denn ansonsten fallen in naher Zukunft nicht nur Orks, sondern sämtliche ausländischen Reiche mit ihren Heeren über unser geliebtes Nāscor her!

Jede Centra, also 100 Mann einer Legion, sollen aus 50 Bogenschützen und 40 Infanteristen bestehen, wobei die Infanteristen auch das schwere Gerät, also Katapulte, Ballisten und Triboke, bedienen sollen!? Was ist mit den übrigen 10 Mann? Das sind dann Kavalleristen, oder wie!?

Reichsmarschall, seid Ihr denn völlig von Sinnen? Die Hälfte ... oder gar noch mehr ... des gesamten königlichen Heeres soll aus Bogenschützen bestehen? Die wenigen Infanteristen, die sollen auch noch gleichzeitig für die schweren Geräte zuständig sein? Wen gedenkt Ihr denn in die Schlacht zu schicken? Sollen die Bogenschützen mit ihren Bögen dem Feind entgegen stürmen und mit ihren Bögen auf ihn einschlagen, oder wie habe ich mir das vorzustellen?

Die Aufteilung der Legionen in so viele Garnisonen, die über das gesamte Reich verteilt werden, entzieht dem königlichen Heer jegliche Vorgehensweise und Kampftaktik einer Legion!? Man mag in diesem Zusammenhang gar nicht mehr von einer Legion sprechen, höchstens um eine bürokratische Zuordnung der jeweiligen Garnisonen noch ermöglichen zu können!

Reichsmarschall, unser Heerwesen gleicht einem Hühnerstall und ihr wollt ernsthaft über eine Offensive ins feindliche Gebiet im Osten nachdenken? Ich kann Euch nur raten, besetzt die Grenzposten mit zusätzlichen, neu auszuhebenden Soldaten, zieht die Garnisonen wieder zusammen zu wirklichen Legionen, stationiert sie an strategisch vernünftigen Positionen, strukturiert die Legionen um und sorgt für eine sinnvolle Arbeitsaufteilung und stellt den Legionen zusätzliche Hilfstruppen zur Verfügung! Derzeit scheint das Reich mehr als wehrlos in meinen Augen!

Es wartet viel Arbeit auf Euch, Reichsmarschall!

Gehabt Euch wohl!

Lang lebe König Harmud, lang lebe Prinz Soltan und lang leben des Königs Untertanen!

Hochmütigen Schrittes und mit einem herablassenden Blick auf den Reichsmarschall gerichtet verlässt der Lord wieder das Rednerpult und kehrt in seiner Paraderüstung zu seinem Platz in den vordersten Reihen zurück

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am 02. Apr 2011

Kommentare

An dieser Stelle will ich Sir von Hollenfels Recht geben! Die Grenzposten sind lediglich dafür gedacht, die Grenzen im Auge zu behalten, im Ernstfall Warnung zu geben und den Feind versuchen, so lange wie möglich zu beschäftigen! Von daher ist eine Besetzung der Grenzposten mit Bogenschützen durchaus sinnvoll, aber nichtsdestotrotz muss man eine richtige Legion in der Hinterhand haben, um im Ernstfall auch in der Tat handlungsfähig zu sein! – Lord Corleone am 04. Apr 2011
Warnen ist gut, doch was bringt uns das Warnen, wenn die Truppen gleichzeit vor den Toren stehen wie die Späher die Warnung gegeben haben? Geschickt angestellt, können wenige Mann eine große Truppe so lange am weiterreisen hindern, daß wir im Fall der Fälle genügend Zeit haben, unsere eigenen Truppen zu mobilisieren. Um nichts weiter geht es. Mir selbst ist klar, daß wenige eine volle Truppe nicht aufhalten können, doch das ist gar nicht wichtig. – Eromir von Hollenfels am 04. Apr 2011
@Eromir: Was bringt es z.B. die Grenze zum Kaiserreich mit wenigen Hundert Mann "abzusichern", wenn im Kriegsfall ein Heer mit mehreren Tausend Mann angreift? Unsere Grenztruppen würden lediglich aufgerieben und stünden in der entscheidenden Feldschlacht dann nicht mehr zur Verfügung. An den Grenzen sollten lediglich Wachposten sein, die uns dann warnen und ein zentral aufgestelltes Heer an den Feind heranführen. – Konrad von Neuburg am 03. Apr 2011
Werter Konrad, mit der Ostgrenze gebe ich euch sicher Recht. Doch warum sollten wir die restlichen Grenzen unbewacht lassen? Nur weil es zu viel Geld kostet? Müssen wir ohne Not die Grenze preisgeben? Sollen wir so ohne Not Räubern eine sichere Einladung geben? Abspecken ja, gänzlich preisgeben nein. – Eromir von Hollenfels am 03. Apr 2011
Ich habe schon immer gesagt, dass stehende Garnisionen nur im Osten sinn machen, wo es eine permanente Bedrohung gibt. Garnisionen an Grenzen zu anderen Nachbarländern bringen nichts ein, außer viel Geld zu kosten, die Kräfte auseinanderzuziehen und im Ernstfall dann vom überlegenen gegnerischen Hauptheer aufgerieben zu werden. – Konrad von Neuburg am 03. Apr 2011
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Über die "Legiō rēgis"

am 03. Apr 2011 Lord Corleone # 924 2 19 60

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