Eure Exzellenz, Prinz, Räte,
für die Ausführung von Bauwerken jeglicher Art ist es unabdingbar das ein jeder den anderen versteht. Es ist nicht förderlich wenn die mathringischen Steinquader in ihren Maßen von den Vorstellungen Kronstädter Baumeister oder arostischer Handwerker abweichen. Die bis dato geführte Disputation war der Erfüllung des königlichen Auftrags nicht unbedingt hilfreich. Da es aber nun dem Prinzen gefallen hat Maße festzulegen und wir ja vorwärts kommen wollen legen wir halt diese und die Karte des Sir Samuel Becket zu Grunde für unsere weiteren Ausführungen.
Die verehrte Lady Brianna hat in ca. 40 Meilen eine für unsere Zwecke sehr gut nutzbare Quelle ausgemacht ( ohne Abakus, die Karte und die Angaben des Prinzen zu Grunde legend wären das rund 2 ½ Tagesritte).
Wie es Fürstin Hagnov in ihrer Güte und Weisheit beliebte, teilte sie uns vor einigen Wochen per Boten mit das es in Radhorn auch schon erste Versuche gab mittels Steinaquädukten frisches reines Quellwasser in die Stadt zu führen. Viel Zeit hätte gespart werden können hätte uns Rat Corleone diese wichtige Information nicht vorenthalten. So konnten wir erst nach dem Schreiben der geneigten Fürstin Kronstädter Baumeister nach Radhorn entsenden um sich vor Ort von diesen Bauwerken ein Bild zu machen. Sei es drum ....
Des weiteren sind Baumeister und Steinmetze unmittelbar nach Auswertung des Berichtes der geschätzten Lady Brianna zu besagter Quelle gesandt worden um die Gegebenheiten für die Errichtung solcher Steinäquadukte zu prüfen, wobei die Metze nach geeigneten Steinbrüchen Ausschau halten um die Transportwege so kurz wie möglich zu halten. Nach Rückkehr all dieser Expeditionen hoffen wir dem Königlichen Hause ebenso dem Rat Zahlen bezüglich der Kosten vorlegen zu können. Die errichteten Notdurfteinrichtungen werden nach wie vor gut angenommen, auch der nunmehr geforderte Kupferling tat dem keinen Abbruch. Der von uns angestellte Reiniger ist nach Hinweis von Jake Mawhiney beauflagt auf die Einnahme bei besonders ärmlichen Einwohnern und Kindern zu verzichten. Um die dadurch entstehenden Verluste auszugleichen hat der Reiniger in Eigeninitiative von seiner Frau weiche Kissen nähen lassen die es besonders adligen Gesäßen ermöglich sollen bei eventueller Nutzung ihr Geschäft in aller Bequemlichkeit auszuführen. Wohlgemerkt es sind nur einige Wenige da erst ihre Akzeptanz geprüft werden muss, auch unter Berücksichtigung das selbige Kissen nach jeder Leihe zu reinigen sind. Wie der Mann in seinem wöchentlichen Kassenbericht erwähnte fragten einige wohlbetuchte Bürger nach einer Möglichkeit der ausschließlichen Nutzung... dies scheint auch noch mal eine nette Einnahmequelle zu werden. Zur Zeit sind wir dabei an einer anderen Stelle der Stadtmauer eine ähnliches Konstrukt zu errichten, da die Nutzung gut , die Einnahmen vielversprechend und die Kapazität des Wasserrades sowie der Leitung noch nicht ausgeschöpft sind.
Um nicht dauerhaft den See mit dem Brauchwasser zu belasten bitten wir das Königshaus um die Bereitstellung einer Fläche von ca. 100 Ward aus dem königlichen Land um die Beseitigung des anfallenden Brauchwassers auf die schon beschriebene Art in der Praxis zu testen.
Zum Ende hin sei mir noch ein persönliches Wort gestattet. In mehr oder weniger adligen Kreisen wird Seneca des „Estonaverbesserungstums“ gezeiht... nun ja, dem halte ich aus dem Mesokrit entgegen : „Was für ein Mann ist der Mann, der nicht versucht Estona/Nascor besser zu machen?“ Und sei es nur das er damit beginnt Schmutz und Unrat zu entfernen.
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