Seneca holt tief Luft
Eure Exzellenz, Prinz, Räte,
nach den hochgradig unerquicklichen Monologen einiger Adelssprößlinge wieder etwas handfestes was wir zumindest für Kronstadt für gut erachten. Während Lady Brianna noch im südlichen Gebirge weilt um nach geeigneten Frischwasser-quellen zu suchen, der achtenswerte Rat Wittenborg über Finanzplänen transpiriert, hat sich Senca erlaubt unter Einbeziehung etlicher Handwerker einen erstenTestlauf zur Beseitigung anfallenden Schmutzwassers zu initiieren. Dazu wurde unter Mithilfe der Schreinerzunft am Rand des Sees vor unseren Toren ein Schöpfwerk errichtet, das ähnlich einem Wassermühlenrad, hier nur von Eseln betrieben, arbeitet. Mittels ausgehöhlter Baumstämme wurde ein künstlicher Wasserweg geschaffen der bis an die Stadtmauer führt. Dorten sahen wir uns gezwungen einen Durchbruch von ca einer Elle zu schaffen um das Wasser durch die Stadtmauer zu schaffen. Unterhalb der Wehrgänge sind mehrere lange Holzbänke wie sie aus diversen Schenken bekannt, aufgestellt und die Sitzfläche im Abstand von ca 3 -4 Ellen kreisrund ausgesägt. Zwischen jedem so entstanden Sitzloch sind große Bretter gestellt und befestigt. Unter den Sitzbänken sind unter Einbeziehung von Steinmetzen steinerne Rinne von ca einer halben Elle Breite und Tiefe geschlagen worden , durch welche das eingangs erwähnte Seewasser strömt. Am Ende dieser Konstruktion von ca 40 Ellen wurde erneut die Stadtmauer gebrochen um das Wasser wieder ab und in den See fließen zu lassen. Hier mittels eines einfachen Grabens. Die Baumeister versicherten das die Mauer selbst durch diese Brüche keinen Schaden nehmen und ihre Funktion nicht beeinträchtigt wird. Im übrigen können selbige jederzeit wieder von den Steinmetzen verschlossen werden. Wie wir feststellen konnten wurden unsere doch sehr improvisierten Notdurfteinrichtungen von den umliegenden Bewohnern gut angenommen. Es war zu beobachten das selbst die "Pissweiber" ihre Behältnisse dort entleerten auch Anwohner nächtlich anfallende Unappetitlichkeiten entsorgten. Wir gedenken, sofern aus königlichem Hause kein Widerspruch erfolgt, diese Anlage noch einige Zeit zu betreiben, allerdings von nun an verbunden mit einem Kupferling für eine individuelle Sitzung und drei Kupferlingen für die Entleerung haushaltsüblicher Behältnisse. Dies natürlich nur solange bis zum einen ein solides Finanzkonzept steht und diese vvon König und Rat abgesegnet ist. Die Einnahmen dienen ausschließlich dem Unterhalt, so ein Esel will schließlich auch fressen. Desweiteren muss der angestellte Reiniger etwas verdienen und auch die beteiligten Gewerke wollen Arbeitszeit und Material bezahlt sehen.
Seneca atmet aus
Kommentare