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Seid mir gegrüßt Majestäten! Ratsherren, Ratsdamen!

Seine Majestät Prinz Soltan äußerte sich eben gerade zu den Vorgängen im Rat und ich will mich diesem anschließen. Hoch her ist es in den letzten Tagen in diesen ehrwürdigen Hallen zugegangen. Bewußt habe ich mich aus diesen Ränkelspielchen herausgehalten und mich nur sporadisch zu Wort gemeldet. Es liegt mir fern mich in die Machtspielchen des Adels zu drängen. Meine eigenen Geschäfte und auch die Planung der Kronstädter Unratsbeseitigung verlangen da eine hohe Aufmerksamkeit. Gerade mein eigenes Einkommen aus diversen Geschäften bedarf keiner Fehlentscheidungen.

Doch komme ich nicht umher einige Worte zu diesem Thema zu verlieren, ich hoffe der Stand des Adels verzeiht mir einige Bemerkungen doch herrscht in diesen Hallen die freie Rede. Frei von Standesschranken und dies soll auch so bleiben.

Es ist für mich unverständlich wie sich manche hier anmaßen können, die Erlasse seiner Majestät öffentlich zu kritisieren für falsch hinstellen, ja gar seine Erbfolge in Frage stellen! Meine Herren und Damen, geht es ihnen noch gut oder hat ihnen der Unrat der Kronstädter Gassen schon in einen fiebrigen Umstand versetzt? Versteht mich nicht falsch, natürlich dürfen Dinge in diesem Rat hinterfragt werden, die Äußerungen zur Änderungen der Reichsbulle waren richtig und seine Majestät König Harmud hat schon alles nötige zur korrekten Umsetzung auf den Weg gebracht. Doch meine Herren und Damen! Warum maßt ihr Euch an die Erbfolge des Königs in Frage zu stellen, öffentlich Prinz Soltan in Verruf zu bringen gar zu beleidigen und zu verspotten? Jeder Bürger wäre für solch ein Vergehen in den Tiefen des örtlichen Kerkers verschwunden, man nie wieder etwas von ihm gehört.

Der Adel beklagt sich über mangelnden Respekt von uns Bürgern, kritisiert unsere Wortwahl und grämt sich weil er nicht mit allen ihm zustehenden Titeln angesprochen wird. Doch was macht er? Er beleidigt öffentlich die königliche Familie, stellt sie in Frage! Bitte, bitte meine verehrten Ratsherren, Ratsamen! Jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt. Beileibe möchte ich hier nicht jeden in den großen Kessel werfen. Es gab auch Stimmen die nicht auf diesen öffentlichen Verruf aufgesprungen sind, es waren auch mahnende Worte dabei, die zur Ruhe und Besonnenheit aufriefen.

Ihr mögt mir Unkenntnis unterstellen, schließlich zähle ich nur zum gehobenen Bürgertum, habe somit nichts mit höfischer Etikette, Erbrecht und dergleichen zu tun. Doch habe ich in all den Jahren genug Wissen gesammelt um zu verstehen wie der Hase läuft. Viele Adelige zähle ich zu meinem Kundenkreis ja gar zu meinem Freundeskreis. Niedere und höhere Edle sind dabei, viele von ihnen schon seit Jahrhunderten in ihren Ländereien verhaftet, einige erst seit wenigen Jahren zu Macht und Land gekommen, Emporkömmlinge wie man sie nennt.

Ich appelliere an den Rat, an den Stand des Adels wieder zur Besinnung zu kommen. Es mag von Euch keine böse Absicht dahinterstecken, doch unterlasst es zukünftig die königliche Familie in Verruf zu bringen, die königliche Erbfolge in Frage zu stellen. Ich sage Euch dies nicht als einfacher Bürger sonder als Ratsherr! Auf der gleichen Stufe wie ihr!

Seine Majestät, König Harmud, hat dem Reich einen Kronrat geschenkt. Er teilt seine Macht mit dem Dorfadeligen der sonst nur seine drei Bauern umherscheucht, dem Kleriker der sonst nur in den kalten Gemäuern der Klöster umherschweift und dem einfachen Bürger, der sich entweder mit seinen Geschäften beschäftigt, Waren herstellt oder sonst einer Berufung nachgeht.

Besinnt Euch nun wieder auf die Aufgaben die vor Euch liegen: Ein Reich will regiert werden, ein König tatkräftig unterstützt werden. Die Wahlen zu den Reichsoberen sind ausgerufen worden, ein historischer Moment in diesem Reich. Konzentriert Euch darauf und dient dem Reich wie es von Euch verlangt wurde und blickt zum Adelsstand wie es die Götter Euch auftrugen!

Gehabt Euch Wohl

Argail Wittenborg!

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am 07. Mrz 2011

Kommentare

Verzeiht mir mein Temperament, werte Lady Nay! Und auch Herr Wittenborg möge mir verzeihen, sofern er sich durch meine Worte beleidigt gefühlt haben sollte! Lang lebe der König, lang lebe der Prinz und lange leben des Königs Untertanen! – Lord Corleone am 08. Mrz 2011
Ich wiederhole mich: Beruhigt euch, Lord Corleone! Und vergesst nicht mit und vor allem über wen ihr sprecht! Müsst ihr denn gleich all eure Gedanken in die Welt hinaus schreien? – Lady Nay am 08. Mrz 2011
Ich sehe, was ich sehen muss, denn es drängt sich mir ja unweigerlich vor die Augen! Respektlosigkeit gegenüber dem Adel und das selbst von einem Prinzen, der sich nicht durch eine Anfeindung von einer einzigen Person, abschätzig über den Adel äußern sollte und erst recht nicht ein Pauschalurteil fällen sollte! Man sollte des Prinzen Herkunft durchaus hinterfragen können, auch wenn ich die Respektlosigkeit in diesem Zusammenhang gegenüber den Prinzen selbstverständlich nicht für gut heißen kann! – Lord Corleone am 07. Mrz 2011
Nein werter Lord, ich bin nicht blind. Sehe ich nicht klarer als ihr, jener der durch die Augen des Adels auf die Ereignisse blickt? Ich schätze Euch sehr, das wisst ihr, doch auch ihr seht die Dinge nur so wie ihr es wollt. – Argail Wittenborg am 07. Mrz 2011
"Beileibe möchte ich hier nicht jeden in den großen Kessel werfen." Dann haltet Euch auch an eure eigenen Worte! Und ihr alle seid blind und ohne den notwendigen Verstand, wenn Ihr die Stellung des Prinzen nicht hinterfragen solltet! Es geht hier nicht um den Willen des Königs, denn den habe ich immer respektiert, so wie ich auch den Prinzen immer respektvoll angesprochen und behandelt habe, aber wenn Ihr verlangt, den Prinzen nicht hinterfragen zu dürfen, dann stehen die Götter euch allen bei! – Lord Corleone am 07. Mrz 2011
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