Räte,
Irgendwie fühlt sich Seneca erinnert an die Berichte aus dem Großkaiserreich Kalleer wo gewisse adlige Familien sich die vermeintliche Schwäche ihres von den Göttern gegebenen Kaisers zu Nutze machten um ihre ureigensten Interessen durchzusetzen.
Dieselben Kreise die aus ihrem Unwillen, über die Entscheidung unseres Königs die Stände zu gleichberechtigten Teilen an der Machtausübung im Reiche Nascor zu beteiligen, nie einen Hehl machten malen nun das Gespenst des Bürgerkrieges an die Wände dieser ehrsamen Halle.
Doch hübsch der Reihe nach.
Die gute Stadt Radhorn wünschte in Verhandlungen zu treten mit ihrem Lehensherren, den Fürsten Hagnov. Gehen wir davon aus das selbiger ein gewisses Maß an Bildung besitzt und weiß was in seinem Lehen vorgeht, sollte ihm der Grund für diesen Wunsch vorab bekannt gewesen sein. Ist dies alles nicht der Fall stellt sich die Frage ob das Haus Hagnov tatsächlich als Lehensträger des Königs befähigt ist. Daher mag es sein gutes Recht gewesen sein auch von vornherein dem Gesuch nach Unterredung der guten Bürger abschlägig zu bescheiden. Dies hat er nicht getan! Er hat die Bürger empfangen und sie dann auf das schändlichste behandelt. Die Reaktion unserer Stadt Radhorn ist hinlänglich bekannt. Um ärgeres zu unterbinden befahl der Reichsmarschall das Schweigen der Waffen und den Feldmarschall nach Mathringen um diesem Befehl den notwendigen Nachdruck zu verleihen, wohl wissend das es etlichen Adligen schwer fällt Befehlen eines bürgerlichen RM nachzukommen, sogar im Bewusstsein das sie damit gegen den ausdrücklichen in der Reichsbulle verankerten Willen des Königs handeln. Dorten angekommen wird der Feldmarschall abgewiesen wie ein Bauernbub und arglistig getäuscht. Damit nicht genug wird nun das königliche Heer daselbst attackiert von einem „ „Zusammenschluss der Mannen verschiedener Adelshäuser“ was einem Angriff gegen die Krone gleich kommt.
Soweit wohl die Fakten und sie sind unwidersprochen.
Es sollte für den Feldmarschall an hand der geführten Standarten ein Leichtes sein feststellen zu lassen welche abtrünnigen mathringeschen Adligen ihr Haupt gegen die Krone erhoben haben auf das man es von ihrem Rumpfe trenne! Hier sollte, so die Empfehlung des Reichsmarschalls an das Königshaus, keine Milde walten. Der letzte Adlige der die königliche Gunst empfing dankte dies mit Verrat und Piraterie! Im Namen des Königs erwarten wir die unverzügliche Auflösung des der Burg Hagnov zum Entsatz geeilten Heeres. Jeder bewaffnete Soldat der nicht unter dem Banner des Königs dient oder gar dem Befehl jener Rebellen folgt soll mit Ablauf des Monats als vogelfrei gelten. Die Anführer dieser Rebellion mögen sich bis zum selben Zeitpunkt der königlichen Gerechtigkeit überantworten. Die königstreuen Reichsbürger unabhängig ihres Standes werden aufgefordert nach erfolglosem Verstreichen der genannten Zeitspanne sich zu wappnen und dem Aufruhr gegen König Rat und Reich Einhalt zu gebieten. Es steht hier nicht zur Debatte was wer von wem erwartet hat wenn dies oder jenes geschieht. Hier geht es um die Durchsetzung königlichen Wortes und dies sei allen gesagt die da meinen sie hätten es mit einem Berthon V zu tun. Harmud I verfügt über einen starken Arm!
In der festen Überzeugung König und Reich gedient zu haben
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