Eure Majestäten, Kanzler, Räte
Lauter werden die Stimmen die eine weitere erhebliche Verstärkung des königlichen Heeres wünschen. So die Mittel bereitstehen oder bereit gestellt werden können wird sich der Stab des Reichsmarschalls dem nicht verschließen.
Bis dato ist das königliche Heer wie schon mehrfach gesagt defensiv orientiert. Die Einsatzmöglichkeiten dieser Legia gäben König, Rat und Reich ohne Zweifel einen erheblichen Handlungsspielraum.
Eine Legia zu 1000 Soldaten kostet dem Reich vom ersten Tage an 3 S 720 k Sold nur für die Soldaten! Davon ausgehend das in diesen 1000 Mann die niederen und höheren Dienststellungen enthalten sind, werden 5 Kupferlinge für die Führer der Zeltgemeinschaften fällig (500 Kupferlinge) 10 K erhalten die 10 Centraführer , 50 k der Legat. Für den höheren Dienst ließ sich aus den Garnisionen ein Offizierskorps zusammenstellen und dort durch entsprechende Beförderungen erfahrener Soldaten ein Ausgleich schaffen. Die dann fehlenden Mannschaften könnten vernachlässigt werden. Wobei es sich dabei immer noch um rund eine Centra handelt die dem reichsweiten Grenzdienzt nicht zur Verfügung steht.
Was bleibt sind die Soldkosten von rund 4S 100k/Tag.
Da der Hauptauftrag dieser neuen Legia wohl darin bestehen soll schnell an Brennpunkten eingesetzt werden zu können muss sie wohl beritten sein. Gute, für das Militär geeignete Pferde sind teuer. 3000 G würden zuzüglich der Soldkosten die vorhandenen Mittel aufbrauchen. Daraus folgt eine reine Kavallerieeinheit wird es nicht sein. Gewünscht wurden 300 Berittene das wären dann 900 G . Gehen wir davon aus das die Reiter aus dem Adelsstand kommen und möglicherweise ihre Ausrüstung inklusive Pferd mitbringen wäre schon eine Menge geholfen.
Die Frage ist, können wir davon ausgehen ?
Seien wir optimistisch und hoffen das sich adlige Söhne danach drängen werden sich hartem militärischen Drill und einer Befehlsstruktur die nicht danach fragt wer oder was der Vater ist, zu unterwerfen. Bleibt auch die Frage ob ein Adelssproß für die gleiche Löhnung bereit ist sich einzusetzen wie ein Gemeiner.
700 Fußsoldaten wollen auch ausgerüstet sein. Das Reich veranschlagt dafür einmalig 9 S /Mann oder 630 Goldtaler für die Erstausrüstung.
Die Ausbildungszeit der Fußtruppe ließe sich minimieren wenn wir die gewünschte Sollstärke aus den vorhandenen 14 Garnisionen abziehen und dort durch Neuaushebungen ersetzen. So das diese 700 Mann nutzbringend relativ schnell eingesetzt werden können. Auch die Reiterei, so es denn Adlige sind, die eine gewisse Ausbildung im Kampf zu Pferde genossen haben, wird zumindest lernen müssen im Verband zu agieren.
Eine Schwächung der Mannstärke in den Garnisonen an den Grenzen um einer im Lande stehenden Legion willen kommt aus Sicht des Stabes nicht in Frage.
Weitere Kosten entstehen durch den Unterhalt dieser Legia. Die sich alles in allem auf rund 850 G / Jahr belaufen exklusive der Erstausstattung.
Nachdem durch den Kanzler vorgelegten Haushalt ist die Aufstellung der „Königlichen Legion“ durchführbar. .
Die letzte Frage ist wollen und können Kanzler, Rat und Reich diese Summen auf Dauer aufbringen? Wenn dem so ist soll der Königlichen Legion nichts im Wege stehen !
In der festen Überzeugung König und Reich gedient zu haben.
Eine Anmerkung sei allerletzt noch gestattet. Die Berechnungsgrundlage für die Kosten dieser Legia bilden Angaben die König Harmud in der Wahlk(r)ampfphase dankenswerterweise zur Verfügung stellte und zum Teil auch schon veröffentlicht wurden.
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