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Eure königliche Majestät Harmud, eure königliche Hoheit Prinz Soltan, werte Kronräte!

Als erstes möchte ich mich noch einmal für das Vertrauen bedanken, welches mir von einem Teil des Rates und vom König entgegengebracht wurde. Denn sei es wie es sei - mir ist bewußt, dass die Mehrheit des Rates sich gegen meine Person entschieden hat. Man könnte nun darüber diskutieren, wie sich diejenigen entschieden hätten, die Samuel gewählt haben und wieso es wahrscheinlich gewesen wäre, dass diese wohl eher für meine Person, als für Jeremy votiert hätten.

Oder ich könnte darüber philosophieren, dass es der Wille der Götter so gebracht hat, wie es gekommen ist. Denn natürlich könnte man die Beschwerden Samuels darauf zurückführen, dass die Götter seiner Kandidatur nicht wohlgesonnen waren.

All das möchte ich euch ersparen, denn es wäre reine Spekulation. Wir wissen einfach nicht, was passiert wäre - im Falle eines Falles.

Daher möchte ich trotz dieser Situation dafür werben, dass man meine Arbeit neutral bewertet - auch wenn ich verstehen kann, dass einige meine Ernennung als ungerecht empfinden werden. Denn es ist so: eine ungerechte Wahl.

Daher sehe ich es als meine wichtigste Aufgabe, das Abstimmungrecht in trockene Tücher zu legen, auf dass uns eine solche Situationen wie diese in Zukunft erspart bleiben. Dies wird einiges an Überlegungen und große Mühen nach sich ziehen. Denn Assalu wartet, wie bei so vielem, im Detail. Details, die man übersehen kann, Details, die man als unwichtig oder einfach unwahrscheinlich einschätzen könnte - Details die später zur juristischen Katastrophe führen können.

Aber auch die Themen Rechte der Kronräte und Verhaltenskodex werden diese erste Amtszeit eines Kronrichters mit prägen.

Dabei möchte ich versuchen, immer auf die Strömungen im Rat zu achten und werde immer wieder die Umfrage als Mittel einsetzen, die Mehrheiten im Rat zu erkunden. Denn ich weiß, dass ich nicht die Mehrheit des Rates vertrete, sondern eine Minderheit, die mir ihr Vertrauen geschenkt hat.

Doch ganz klar: eines kann ich nicht. Ich werde nicht gegen meine Prinzipien und gegen meinen Glauben entscheiden.

Sobald die Arbeiten an den kleineren Sitzungssälen abgeschlossen sind, werde ich auch eine Arbeitsgruppe einrichten, in der sich über die Juristerei ausgetauscht werden kann. Immer ergebnis- und lösungsoffen soll dort ein Hort der zielgerichteten Kreativität entstehen - wie bereits erwähnt: sobald die Saaldiener uns diese Option eröffnen.

Das Thema der Beisitzer des Richters oder auch Schöffen, wie man sie in einigen Teilen des Reiches nennen mag, glaube ich nach Bedarf regeln zu müssen. Es gibt sicherlich Sachverhalte, in denen ich zu wenige Wissen habe, um eine sinnvolle Entscheidung treffen zu können, aber in den meisten Fällen glaube ich sollte ein einzelner Richter momentan genug sein.

Aber ich sage auch, dass dieses keine endgültige, immerwährende Situation sein muss, denn vielleicht erweisen sich die Kronräte in Zukunft als Meister der Klagebank - dann müsste man die Situation neu überdenken und schauen, ob es Sinn macht, eine Auswahl an Schöffen vorzuhalten oder gar einen oder mehrere Nebenposten zum Kronrichter hinzuzufügen.

Mir ist es bewusst, dass ein Großteil des Rates die Juristerei als unwichtiges Beiwerk empfinden, welches nur Probleme macht - doch bedenkt, was wir ohne Regeln machen würden, wie sich die Gesellschaft ohne die geschriebenen und ungeschriebenen Worte des Rechts entwickeln würde. Man mag es mir glauben, dass die Götter uns die Möglichkeit gegeben haben, Regeln aufzustellen, damit wir dies tun, damit wir sie zu ihren Ehren erdenken und einhalten.

Man wird sehen, welche Prüfungen die Götter für mich und die anderen Reichsoberen bereit halten. Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass wir bereit sind, die vor uns liegenden Aufgaben anzugehen.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit.

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am 21. Mrz 2011

Kommentare

Herzlichen Glückwunsch ! Mögen die Götter euch wohl gesonnen sein. – Esmeralda Tiefensee am 22. Mrz 2011
Ich habe ein Anliegen, das ich später noch mit Euch bereden möchte, erwartet mich in Euren Amtsgemächern. – Thorsch Stahlfaust am 22. Mrz 2011
Nun, mögen die Götter Euch auf Euren Wegen begleiten...oder so beißt in den Apfel, schaut dann auf und reicht ihn in die Runde. – Douglas Hugh Pommeroy am 21. Mrz 2011
Möget Ihr auch in Stunden, in denen die Götter nicht antworten, auch gemäss Reichsbulle und Gesetz urteilen. Es wartet wie bei allen anderen Reichsoberen, sehr viel Arbeit auf die Vereidigten. – Jake Mawhiney am 21. Mrz 2011
Nun denn, heiliger Pater, Euch stehen große Aufgaben bevor! Viel Erfolg dabei und meinen Glückwunsch zum Amt! – Lord Corleone am 21. Mrz 2011
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