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Edle Herren, geschätzte Damen,

Da sich sonst niemand zu Wort meldet und ich mich in meinen vorigen Reden aufgrund aktueller Ereignisse leider gezwungen sah mich zu Dingen zu äußern, die so gar nicht geschehen hätten dürfen, will ich nun aber das zu Gehör bringen, was ich für vorhin eigentlich vorbereitet hatte.

Wie sie wissen, ich mache ja kein Hehl daraus, bin ich aus dem Adelsstand. Und ich kann auch nicht umhin zuzugeben, dass die Vorstellung, dass gemeine Bürger in Zukunft hier mitregieren sollen mich nicht gerade mit Begeisterung erfüllte.

Verstehen sie mich richtig, ich hätte Mathringen nicht zu dem gemacht was es heute ist, ohne den Kontakt zum Bürger zu suchen, ohne seine Meinungen in meine Entscheidungen mit ein zu beziehen. Aber, dem Konzept der Bulle, das Bürgern das Mitregieren erlaubt stand ich nicht sehr offen gegenüber.

Mittlerweile habe ich aber ein anderes Bild, und ich denke, die Entscheidung des Königs war weise.

Wiewohl ich weiß, dass es nicht einfach sein wird die Vorurteile zwischen den Ständen zu beseitigen, oder nur zu mindern.

Meine Wenigkeit war immer schon interessiert an ungewöhnlichen Unternehmungen, und als ich vor einigen Tagen einen bürgerlichen Rat bat mir doch jene Plätze in Kronstadt zu zeigen, denen ein Adeliger sonst nicht ansichtig wird, erhielt ich als Antwort, dass es sich dergleichen nicht gezieme. Wohlgemerkt, dieser von mir geschätzte Rat meinte es gezieme sich nicht sich mit mir sehen zu lassen.

Nun, das mag verdeutlichen mit welchen Schwierigkeiten dieses Unterfangen Kronrat in Hinkunft zu rechnen hat.

Nichtsdestoweniger, möchte ich, angesichts der vielen fähigen Wesen aus dem Bürgerstand, welche hier zugegen sind, auch dazu beitragen die Kluften zwischen den Ständen zu überbrücken.

Mir ist wohl bewusst, dass dies kein leichtes Unterfangen ist, und, dass meine Kollegen vom Adel und auch vom Klerus wohl keine rechte Freude haben werden, zumindest die meisten nicht, doch die Bulle des Königs macht es klar, dass kein Weg daran vorbeiführt, alle Stände regieren Nascor.

Und da ich seit jeher pragmatisch veranlagt bin, denke ich, es wäre klüger die Zusammenarbeit bald zu beginnen, denn erstens gebietet uns das die Bulle und zweitens gebietet es uns der verstand, wenn wir das beste für Nascor erreichen wollen, dann sollten auch die Besten gleichberechtigt mitarbeiten, nein: zusammenarbeiten.

Ich wäre jedem einzelnen Mitglied jedes Standes sehr verbunden für ein paar Worte, die mir zeigen, welche Hindernisse in seine oder ihren Augen die vordringlichsten zu Überwinden wären im Zusammenleben, mögen es seine persönlichen sein, oder jene, welche er beobachtet.

Einige haben ja schon in Reden oder Kommentaren Erwähnungen in dieser Richtung getan, doch bin ich eine neugierige Frau, und wenn ich schon durch die unglücklichen Ereignisse hier gestrandet bin, dann kann ich auch mit meinem ganzen Einsatz für Nascor arbeiten.

Und noch eine Frage zum Schluss, weiß jemand von ihnen vielleicht, wann die Besprechungsräume und Privatgesprächsräume zur Verfügung stehen werden? Es ist mühsam jedes Treffen mit Gleichgesinnten Kronräten in irgendwelchen Kaschemmen oder viel zu kleinen Privaträumen abhalten zu müssen.

Und vergessen sie nicht sich die Bulle genau anzusehen meine hochgeschätzten Kollegen, sie haben bereits mehr Macht als man ihnen zugestehen möchte.

Lang lebe der König Harmud und all jene die ihm der Bulle gemäß dienen Ich danke ihnen

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am 05. Mrz 2011

Kommentare

Die Fürstin hat sich um die Mark sehr wohl verdient gemacht, Herr Stahlfaust! – Lady Nay am 06. Mrz 2011
Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Fürstin Mathringen zu dem gemacht hat was es heute ist. Das hat sie und wir wohl eher ihren Vorvätern zu verdanken; so sollte sich die Fürstin die ihren Adelstitel lediglich durch das brunftige aufeinanderwerfen ihrer Eltern erlangt hat erst im Rat beweisen, denn wie wir wissen, zählt hier der Stand nicht viel. – Thorsch Stahlfaust am 06. Mrz 2011
Warum der Adel im Rat immer in Zweifel gezogen wird kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen! Wozu haben wir denn die Stände, frage ich mich da? – Lady Nay am 05. Mrz 2011
Das Bürgertum kann in Räten seine Meinung und Hilfe anbieten, aber entscheiden sollte in letzter Konsequenz der Adel, denn er trägt auch die Verantwortung und wurde von kleinauf darauf vorbereitet. Würde man Bürgertum und Adel gleich stellen, käme das der Abschaffung des Adels gleich und wir wollen doch keine Zustände wie in Arcion, oder doch? – Konrad von Neuburg am 05. Mrz 2011
Möge der König in Weisheit reagieren, denn dann besteht Hoffnung für das Reich !Manche Adelstitel sind wahrlich verdient! – Seneca am 05. Mrz 2011
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