Ich fasse nochmal meine Gedanken zum Thema Storytelling/Provinzen zusammen:
Das Spielerland ist eine Monarchie. Daher gehe ich davon aus, dass auch die Provinzen von Monarchen (Fürsten) regiert werden. Welche Kompetenzen die Provinzen genau haben sollte man noch klären. Ich würde dafür pländieren, dass die Provinzfürsten dafür Sorge tragen, dass die Gesetze des Kronrates jeweils vor Ort um- und durchgesetzt werden, sowie noch die Alltagsgeschäfte, mit denen sich der Kronrat nicht rumschlägt.
Nun ist die Frage, wer diese Provinzfürsten sind. Da sie aus der Vorgeschichte heraus dem Geburtsadel angehören, wäre es unpraktikabel hier Spieler einzusetzen. Ein Spieler in einem Amt auf Lebenszeit ist genauso blöd wie eine Monarchie in der der Fürst jedes Jahr ausgetauscht wird. Also sollten die Fürsten meiner Meinung nach NPCs sein.
Was würde das nun für das Storytelling bedeuten? Dies sollte meiner Meinung nach so frei gehalten werden wie möglich. Beschränkungen, Zuständigkeiten von Spielern für gewisse Regionen etc. haben in den vergangenen Kronräten dazu geführt, dass Claims abgesteckt wurden und man nur mit allen abgesprochene und daher keinen schadende Storys bringen konnte oder man sicherte sich selbst ein Gebiet und tobte sich dort aus. Das führt aber dazu, dass die Spieler nebeneinander her spielen bzw. schreiben und die wichtige Interaktion erschwert wird.
Jeder sollte über jede Provinz schreiben können was er will. Alleiniger Maßstab für den Wahrheitsgehalt des Berichts sollten die Stimmigkeit (Archiv) und Wahrscheinlichkeit sein. Dies geben die Spieler in ihren Kommentaren kund. In der Vergangenheit hat dies meißtens gut funktioniert und nur wenige Storys wurden einfach für unwahr befunden und ignoriert. Es gibt schließlich auch die Möglichkeit den Bericht anzuerkennen, den Charakter dahinter aber dennoch ingame anzugreifen (schlechte Bewertung der Rede). Keinesfalls sollte die Rede für Unwahr befunden werden können, weil es einen für die gewählte Provinz gewählten Oberstoryteller ist, dem die Geschichte nicht gefällt!
Beispiel: Oberstoryteller von Provinz X steht der Regierung nahe. Regierungsgegner lancieren eine Story über regierungsfeindliche Ausschreitungen (die gut begründet werden mit z.B. Hungersnot nach langem Winter). Oberstoryteller für Provinz X nutzt sein Amt und zaubert einen Bericht des Provinzfürsten hervor, in dem alles geleugnet wird. Das darf so nicht sein, verbittert es doch die Spieler und schränkt sie in ihren Möglichkeiten ein!
Das Storytelling in den Provinzen sollte wirklich im Rahmen der Plausibilität freigegeben sein, schließlich haben wir ja schon das Ausland bei der SL. Wenn man nun noch im Spielerland Restriktionen hat, kann man gleich in Kronstadt bleiben. Damit die NPC-Provinzfürsten nicht schizophren werden und von jedem Kronrat anders dargestellt werden, sollten vor Spielbeginn die NPCler kurz beschrieben und Charakterisiert werden, damit dies in den entsprechenden STorys berücksichtigt werden kann.
Weiterhin wäre es wünschenswert, wenn der NPC-Fürst offizielle Korrespondenz nicht einfach an gewöhnliche Kronräte richtet um deren Storys zu untermauern, sondern dass diese nur der König OOG verfassen und IG weitergeben kann. Wenn das der SL zuviel ist würde ich es dem Innenminister zuordnen. Es sollte aber klar sein (und von der SL durchgesetzt werden), dass dieser Storys von anderen mit dieser "Macht" nur weiterentwickeln sollte (wenn sie Plausibel sind) und nicht abblocken.
Beispiel: Spieler schreibt wie vorhin von den Regierungsfeindlichen Unruhen in Provinz X. Nicht erwünschte Reaktion: Innenminister berichtet dem Kronrat, dass Fürst von X ihm geschrieben hätte, es gäbe keine Unruhen. Erwünschte Reaktion: Innenminister berichtet dem Kronrat, der Fürst von X sei von den Unruhen überrascht worden und bitte den Kronrat um Nahrung für das Volk oder die Entsendung von Truppen. Innenminister empfiehlt eines von Beidem. Antrag wird eingebracht, Entsendunjg von Truppen entschieden. Nächster Spieler Berichtet über den Einsatz der Truppen etc. so läuft es dann.
Bleibt noch das Problem, dass verschiedene Kronräte auch außerhalb von Wahlämtern Positionen erschreiben, die ihnen gewisse Storytellinghoheiten geben könnten. Dies wird mit der Regel "Offizielle Post an den KRonrat nur an König/Innenminister" eingeschränkt. Andere Besonderheiten wie z.B. Leiter der Kaufmannsgilde in Provinz X sind sogar erwünscht, da sie zu höherer Aktivität führen und die Interaktivität bei Storys sogar noch fördern. Es muss lediglich klar sein, dass die Provinzfürsten NPCs bleiben und kein Spieler ihnen so nahe steht, dass er diesen NPC praktisch kontrolliert.
Das waren meine Gedanken hierzu. Ich hoffe ein paar der Eingeschlafenen hier haben dazu noch eine Meinung, bzw. die SL stellt uns ihr Konzept dazu vor.
Grüße
Markus